Abenteuer Philippinen (3)

Tondo – Day Care Center

Diese Woche verbringen wir in Tondo, Manila. Tondo ist der Stadtteil von Manila, in dem der Hafen ist, aber hier wohnen auch die ärmsten Menschen der Philippinen. Viele der Menschen leben im und vom Müll.

Die ganze Woche über helfen wir in einem Children Day Care Center. Morgens duschen wir die kleinen Kinder, die zu uns kommen, zusammen mit einem der Mitarbeiter. Alle Kinder sind völlig verdreckt vom Müll und haben keine andere Möglichkeit zu duschen. Im Anschluss findet ein Kinderprogramm im Obergeschoss statt. Zweimal gestalten wir dieses. Natürlich müssen wir dabei von Englisch in Tagalog übersetzt werden. Nach dem Programm essen wir alle zusammen und danach gehen die Kinder nach Hause. In der Woche kommen jeden Tag zwischen 70 und 110 Kinder.

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Unser täglicher Weg durch Tondo
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Stefan und Anja helfen den Kids beim Duschen
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Das Kinderprogramm im Day-Careraum
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Das Mittagessen
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Die Kinder kommen sehr gerne
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Unten werden die Babys gepflegt
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So süße und fröhliche Kinder sind einfach herzerwärmend

 

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Pastor Noel und seine Tochter in der Mitte

An den Nachmittagen lernen wir die Gegend kennen. Am Dienstag führt uns Pastor Noel auf den Smokey Mountain. Dieser Berg heisst so, weil er aus Müll besteht und früher regelmäßig sichtbare Dämpfe von ihm aufstiegen. Er war eine der Mülldeponien der Stadt. Mittlerweile ist er mit Erde zugeschüttet und bepflanzt worden. Das Krasse ist, dass hier immer noch Menschen leben.

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Der Smokey Mountain
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Wozu Spielzeug? Wir haben doch Müll!
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Besuch einer Familie auf dem Smokey Mountain
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Familienbesuch
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Karaoke? Na klar, sogar auf dem Müllberg
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Da freut sich jemand über den Besuch

Am Mittwoch besuchen wir die Arbeit von Pastor Herbie Castillo in Tondo, Happyland. Happyland ist eine ironische Bezeichnung für den schlimmsten Stadtteil der Stadt. In diesem leben 30.000 Menschen in einem kleinen völlig verdreckten Areal. Die Menschen ernähren sich von dem, was andere Menschen als Essensreste weggeworfen haben. Sie waschen es und kochen es erneut. Ansonsten findet man hier viel Kriminalität, die Kinder schnüffeln Klebstoff und Kinderprostitution kommt auch vor. Zu uns sind die Menschen, wie immer, total freundlich und wir bekommen eine Ahnung von der Arbeit, die Herbie hier macht. 1.000 Kinder kommen manchmal zu seiner Essensausgabe mit Programm.

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Der Eingang vom Happyland

 

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Pastor Herbie Castillo zeigt uns Happyland
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Kinder in Happyland
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Ein wenig Müll
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Das war mal ein Gebäude
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Happyland
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Frank, Anja und Stefan

 

Donnerstag besuchen wir die Squatters. Das sind kleine Holz- oder Blechhütten, die auf dem stinkendsten Fluss der Welt gebaut sind. Diese sind sehr wacklig und instabil. Sieben Menschen wohnen hier häufig in einem Zimmer auf einer Matratze. Wir führen hier einen kleinen Gottesdienst mit den Leuten durch.

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Die Squatters
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Squatters auf dem Stinkefluss
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Squatters von oben
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Kinder aus den Squatters

 

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Gedanken der Mädchen: „Hallo, wer seid denn ihr?“
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Squatterbewohner

 

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Auch er wohnt offensichtlich hier
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Müll? Das haben wir hier auch!

 

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Und natürlich Karaoke! Go, Pastor Noel
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Auch Stefan möchte sich in die Herzen der Mädchen singen

An den Abenden haben wir immer frei. Wir verbringen unsere freie Zeit meistens zusammen mit unseren beiden WG-Partnerinnen. Es ist eine richtig lustige und entspannte Zeit. Anja macht zur Zeit ein Volontariat bei der Vision Help International Care Foundation. Aiza studiert Lehramt und arbeitet nebenbei für die Foundation. Zusammen haben wir auch in der Woche im Care Center gearbeitet. In unserer Freizeit waren wir häufig in der Mall, haben Lobpreis gemacht oder waren unterwegs.

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Koreanisches BiBimBap in der SM San Lazaro Mall

 

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Das beste Eis in Manila
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Mittagspause mit Aiza und Anja
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Und wieder Balut! Dieses Mal original! Ihhhhh!

 

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Stefan ist schon ganz blass!

Unsere Zeit in Tondo war sehr krass, aber auch sehr bereichernd. Wir haben viele tolle Kinder und Erwachsene kennengelernt und konnten ihnen ein Segen sein. Auch wir haben viel gelernt.

Dann geht es weiter zu unserer nächsten Station. Wir unternehmen dieses Wochenende etwas mit Filipinos. Christopher Guiang holt uns von der Fisher Mall ab. Er ist ein junger Unternehmer und aktives Mitglied der Church So Blessed. Am Freitagabend besuchen wir gemeinsam John Mac. John Mac ist der Jugendpastor der Jesus Flock Church. Das Besondere an der Jesus Flock Church ist, dass sie in eine Mall integriert ist. Beide Gemeinden sind in Quezon City, Metro Manila.

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Frank, John Mac, Christopher Guiang und Stefan

Am Samstag fahren Frank, Christoper und einer der Pastoren der Church So Blessed nach Angelos. Hier gehen wir Wakeboarden. Im Anschluss besucht Frank einen Hauskreis der Church So Blessed. Dieser findet in einem Starbucks Cafe Stadt. Der Hauskreis ist eine tolle Gruppe.

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Treffen bei Starbucks

Nach dem Hauskreis gehen Christopher und Frank mit dem Kinderoutreachteam der Church in einen der Slums von Quezon City. Wir besuchen Familien in ihren kleinen Hütten und beten für ihre Anliegen. Außerdem verbringen wir Zeit mit den vielen tollen Kindern.

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Slum in Quezon City
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Familienbesuch: 7 Leute auf einer Matratze

Stefan liegt leider den Tag über krank im Bett. Aber abends kann er sich wieder der Gruppe anschließen. Die Filipinos laden uns in ein sehr interessantes philippinisches Restaurant ein. In dem Restaurant kann man in Jeepneys (dem typisch philippinische Transportmittel) sitzen und dort von einem Blatt mit den Fingern essen. Alle essen dabei von dem gleichen Blatt.

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Essen auf philippinischen Art
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Lecker!!!!

 

Am Sonntag besuchen wir morgens den Gottesdienst der Jesus Flock Church. Es ist wieder einmal ein toller Gottesdienst. Christopher lädt uns danach in ein chinesisches Restaurant ein. Ein riesiges Buffett mit rohen Delikatessen wartet auf uns. Das Kochen übernimmt man in dem Lokal nämlich selber.

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Jesus Flock Church in der Gateway Mall
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Der Gottesdienst
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Worship
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Alles noch roh

Am Nachmittag gehen wir in einen kleinen Standort der Church So Blessed in Antipolo, Rizal. Christopher ist dort mit Predigen eingeteilt. Im Anschluss besuchen wir auch hier wieder eine Menge Kinder. Frank hält dort das Thema. Wir spielen dabei auch Spiele mit den Kindern und natürlich schießen wir wieder viele Selfies mit den Kindern. Die Kids lieben das und uns begeistern diese süßen, fröhlichen und begeisterungsfähigen Kinder auf den Philippinen einfach.

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Christopher Guiang predigt
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Moderation im Gottesdienst der Church So Blessed
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Fotoshootings mit Frank
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Kinder Outreach in Antipolo
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So viele Kinder
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Selfie mit Pastor Frank
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Selfie mit Pastor Stefan
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Das Outreach Team der Gemeinde

Am Abend setzt Christopher uns beim „House of Hope“ in Antipolo ab.

Unser nächster Blog handelt von dem Kinderheim House of Hope in Antipolo, in dem wir mitgearbeitet haben und über unsere Zeit im Dschungel von Apayao. Seid wieder dabei. Es ist richtig schön für uns, zu wissen, dass ihr uns so treu begleitet.

2 Gedanken zu “Abenteuer Philippinen (3)

  1. Ihr Liebe ,danke auch für die aufregenden Bilder .Es ist so gut euch zu begleiten ,da möchte man dabei sein .Kommt ihr mit dem essen klar ? Ganz liebe grüße 😆 Gottes Segen Marianne und Manfred

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